Die Frankenstraße

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Logo Associazione Europea Via FrancigenaDie Via Francigena, z. Dt. Frankenstraße, ist die Hauptfernstraße eines Wegesystems, das im Mittelalter Pilger zu den drei wichtigsten Pilgerzielen des Christentums führte: Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem. Die Pilgerreisenden legten täglich etwa 20­ – 25 Km zurück. Jeder Weg war mit einem Pilgersymbol gekennzeichnet: Die Schnecke für Santiago de Compostela, der Schlüssel für Sankt Petrus in Rom und das Kreuz für Jerusalem. Die Wege verliefen hauptsächlich auf bestehenden Handels- und Heerstraßen. Dieser Personenstrom führte zur Errichtung von Pilgerherbergen, Dörfern, Klöstern und Burgen, die zum Teil noch heute bestehen und interessante Exemplare der romanischen Architektur sind.

Die Stadt Lucca war aufgrund ihrer Position ein Knotenpunkt für die Entwicklung der Strecken zwischen Florenz, Parma, der Poebene, Luni und Pisa. Lucca war über die „via de supra“ durch die antike Ortschaft Feliciano und über die „via de subtus“, die die langobardischen Siedlung Tempagnano durchquerte, erreichbar.

Die Händler der Stadt Lucca wussten den Pilgerstrom zu ihrem Vorteil zu nutzen und trugen so erheblich zum Wohlstand der Stadt bei.

Die historische Bedeutung der Via Francigena konnte dank vieler Studien und Forschungen lebendig gehalten werden und wird heute von vielen Pilgern wiederentdeckt.